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DIE ORIGINALAUSGABE. BAND 1
Willi Smith
Der Vater der Streetwear

„The Original Issue“ ist eine Black History Month-Serie der Whitaker Group, die schwarze Modepioniere ehrt, deren Einfluss den globalen Stil lange vor seiner Benennung, Anerkennung oder anderweitigen Beanspruchung prägte. Als digitales Magazin positioniert, interpretiert die Serie die afroamerikanische Mode als das ursprüngliche Thema, den ersten Druck, aus dem Streetwear, Luxus- und zeitgenössische Mode weiterhin Inspiration schöpfen. Jeder vorgestellte Pionier wird nicht als Fußnote, sondern als Titelgeschichte präsentiert, wodurch schwarze Mode sowohl als kulturelles Zeugnis als auch als kreativer Ursprung anerkannt wird.

Bevor Streetwear zu einer Kategorie wurde, bevor Luxus lernte, seine Kontrolle zu lockern, entwarf Willi Smith bereits Kleidung für das reale Leben.
Willi Smith glaubte, dass Mode den Menschen gehören sollte, die sie trugen. Seine Arbeit konzentrierte sich auf Komfort, Vielseitigkeit und Ausdruck in einer Zeit, in der Mode starr und exklusiv blieb. Er entwarf Kleidung, die sich durch Städte, Stadtviertel und den Alltag bewegen sollte, ohne jemanden aufzufordern, sich zu ändern.
1976 war Smith Mitbegründer von WilliWear Ltd. und baute eine der erfolgreichsten Modemarken des zwanzigsten Jahrhunderts auf, die sich im Besitz von Schwarzen befand. Mitte der 1980er Jahre erwirtschaftete WilliWear jährlich über fünfundzwanzig Millionen Dollar und bewies, dass Kleidung, die in der Alltagserfahrung verwurzelt war, ohne Einbußen an Kreativität oder Integrität skalierbar sein konnte. Smith beschrieb seine Arbeit als Street Couture, die die Disziplin des Designs mit der Realität der Straße verband.

Lockere Silhouetten. Kombinierbare Kleidungsstücke. Kleidung, die die Menschen dazu einlud, sie sich zu eigen zu machen, anstatt Anweisungen zu befolgen. Willi Smith lehnte starre Modehierarchien ab, indem er Stücke entwarf, die über Klassen, Hintergründe und Lebensstile hinweg zugänglich waren. Seine Arbeit schuf Raum für Bewegung und Wahlmöglichkeiten in einer Zeit, in der Luxus noch durch Einschränkungen definiert war.
Durch WilliWear behandelte Smith Kleidung als etwas, das man erleben sollte. Seine Designs bewegten sich mühelos zwischen Arbeit, Zuhause und sozialen Räumen und spiegelten die Realitäten des Alltags wider. Er glaubte, dass Mode die Menschen unterstützen sollte, anstatt sie aufzufordern, sich für sie zu präsentieren.
Seine Zusammenarbeit mit Künstlern wie Keith Haring und sein Engagement in großen Kulturprojekten erweiterten die Funktionsweise von Mode in der Welt. Diese Partnerschaften positionierten Kleidung als Teil einer breiteren kulturellen Konversation, verbunden mit Kunst, Musik und dem öffentlichen Leben. Mode war nicht länger von der Kultur getrennt. Sie war in sie eingebettet.

Viele der Silhouetten, die wir heute als grundlegend betrachten, gehen direkt auf Smiths Vision zurück. Entspannte Schnitte. Nachgiebige Proportionen. Vielseitigkeit, die es einem einzigen Stück erlaubt, sich über verschiedene Umgebungen und Anlässe hinweg zu bewegen. Kleidung, die sich dem Träger anpasst, nicht umgekehrt.
Jahrzehnte später greift die Branche immer wieder Ideen auf, nach denen Willi Smith lebte. Zugänglichkeit. Komfort. Ausdruck. Diese Werte werden heute oft als Innovation bezeichnet, waren aber bereits in seiner Arbeit vorhanden.
Willi Smith wartete nicht darauf, dass sich die Mode entwickelte.
Er schuf, was die Menschen bereits brauchten.

